Tesla Felgen-Kaufratgeber: Größen, Einpresstiefe und Freigaben verstehen
Tesla Felgen-Kaufratgeber: Größen, Einpresstiefe und Freigaben verstehen
Neue Räder verändern die Optik eines Tesla mehr als fast jedes andere Zubehör.
Damit sie auch passen und zugelassen sind, müssen ein paar Werte stimmen.
Dieser Ratgeber erklärt sie in einfacher Sprache.
Die wichtigsten Maße
- Zollgröße: Durchmesser der Felge, beim Model 3 meist 18 bis 20 Zoll, beim Model Y 19 bis 21 Zoll
- Felgenbreite: in Zoll, bestimmt zusammen mit der Zollgröße die mögliche Reifengröße
- Lochkreis: bei Model 3 und Model Y 5 x 114,3 Millimeter
- Nabenbohrung: Mittelloch der Felge, muss zur Radnabe passen oder per Ring zentriert werden
- Einpresstiefe (ET): wie weit die Felge nach innen oder außen sitzt
- Traglast: jede Felge muss das anteilige Fahrzeuggewicht tragen können
Warum die Einpresstiefe so wichtig ist
Eine falsche ET verschiebt das Rad im Radhaus. Folgen können sein:
- Schleifen am Federbein oder am Bremssattel
- zu weit außen stehende Räder, die über die Kotflügelkante ragen
- verändertes Lenkverhalten und höherer Verschleiß an Radlagern
Deshalb gilt: Nur Felgen mit einer für dein Modell freigegebenen ET montieren.
Was heißt „freigegeben“?
Zu jeder seriösen Felge gehört eine Dokumentation, die belegt, dass die Rad-Reifen-Kombination für dein Fahrzeug zulässig ist. Achte beim Kauf darauf, dass die Freigabe:
- exakt dein Modell nennt, inklusive Highland oder Model Y Juniper
- die Antriebsart und Ausstattung berücksichtigt
- zur gewählten Reifengröße passt
Kleiner oder größer als ab Werk?
- Kleiner: mehr Komfort, oft mehr Reichweite, günstigere Reifen – ideal für den Winter
- Größer: sportlichere Optik, aber härterer Abrollkomfort und meist etwas mehr Verbrauch
Für den Winter empfehlen wir fast immer eine Nummer kleiner. Details dazu im Winterreifen- und Kompletträder-Ratgeber.
Komplettrad spart Aufwand
Ein Komplettrad kommt fertig montiert, gewuchtet und meist mit angelernten Reifendrucksensoren. Du musst nur noch wechseln. Wie du das richtig machst und mit welchem Drehmoment, steht in Tesla Reifendruck und Drehmoment.
Zur Auswahl: Felgen und Kompletträder fürs Model 3 und fürs Model Y.
Fazit
Beim Felgenkauf entscheiden Zollgröße, Breite, Lochkreis, Nabenbohrung, Einpresstiefe und Traglast – und vor allem die passende Fahrzeugfreigabe. Wer diese Werte prüft, bekommt Räder, die sicher passen, gut aussehen und beim TÜV keine Probleme machen. Im Zweifel ist ein modellspezifisches Komplettrad die einfachste Wahl.
FAQ
Welchen Lochkreis haben Tesla Model 3 und Model Y?
Beide nutzen 5 x 114,3 Millimeter.
Was passiert bei falscher Einpresstiefe?
Das Rad kann schleifen, zu weit herausstehen oder das Fahrverhalten und den Lagerverschleiß negativ beeinflussen.
Sind kleinere Felgen erlaubt?
Ja, wenn die Kombination für dein Modell freigegeben ist. Kleinere Räder sind im Winter oft die bessere Wahl.
Brauche ich neue Sensoren für den zweiten Radsatz?
Ja. Kompletträder kommen meist mit angelernten Sensoren, neuere Fahrzeuge erkennen sie nach kurzer Fahrt automatisch.