Tesla Reifendruck & Drehmoment: Die richtigen Werte für Model 3 und Model Y

Tesla Reifendruck & Drehmoment: Die richtigen Werte für Model 3 und Model Y

Zwei Werte entscheiden über Sicherheit, Reichweite und Reifenverschleiß:
der Reifendruck und das Anzugsdrehmoment der Räder.

Beides ist schnell erklärt – und beides wird im Alltag oft falsch gemacht.


Wo steht der richtige Reifendruck?

Der für dein Fahrzeug gültige Wert steht auf einem Aufkleber in der Fahrertürsäule (B-Säule). Er gilt für kalte Reifen, also vor der Fahrt oder nach maximal kurzer Strecke.

Wichtig:

  • der Wert hängt von Modell, Baujahr und Reifengröße ab
  • je nach Konfiguration liegt er meist im Bereich von rund 2,7 bis 2,9 bar
  • bei voller Beladung oder langer Autobahnfahrt eher den oberen Wert wählen
  • immer am kalten Reifen prüfen, warme Reifen zeigen 0,2 bis 0,3 bar mehr an

Verlasse dich nicht auf Standardwerte aus dem Internet, sondern nutze den Aufkleber im Auto oder das Reifenmenü im Bordsystem.


Warum der Druck so wichtig ist

Zu niedriger Druck bedeutet:

  • höherer Rollwiderstand und damit weniger Reichweite
  • stärkerer Verschleiß an den Reifenschultern
  • schwämmigeres Fahrverhalten und schlechteres Bremsverhalten

Zu hoher Druck bedeutet:

  • Verschleiß in der Reifenmitte
  • weniger Komfort und schlechtere Traktion auf Nässe

Der Tesla überwacht den Druck elektronisch über das TPMS und warnt bei Abweichungen. Die Anzeige ersetzt aber keine regelmäßige Kontrolle mit einem guten Manometer, am besten einmal im Monat und vor längeren Fahrten.


Das richtige Drehmoment für die Räder

Tesla gibt für Model 3 und Model Y ein Anzugsdrehmoment von 175 Nm für die Radschrauben an.

So gehst du vor:

  • Schrauben über Kreuz handfest anziehen
  • Fahrzeug ablassen
  • mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel über Kreuz auf 175 Nm anziehen
  • nach rund 80 bis 100 km das Drehmoment einmal nachkontrollieren

Weder mit dem Schlagschrauber nach Gefühl festknallen noch zu locker lassen. Beides ist gefährlich: zu fest überdehnt die Schrauben, zu locker kann sich das Rad lösen.


Zubehör, das den Radwechsel leichter macht

  • Drehmomentschlüssel mit passendem Bereich um 175 Nm
  • Zentrierbolzen als Montagehilfe für schwere Räder
  • Wagenheber-Gummiauflage für die originalen Aufnahmepunkte
  • Ersatz-Radschrauben und passende Abdeckkappen

Passende Teile findest du im Felgen- und Komplettradzubehör.


Besonderheiten im Winter

Bei Kälte sinkt der Reifendruck: pro 10 Grad Temperaturabfall etwa 0,1 bar. Nach dem ersten Frost solltest du den Druck also neu einstellen.

Wenn du im Herbst von Sommer- auf Winterräder wechselst, gilt fast immer der gleiche Aufkleberwert – solange die Reifengröße für das Fahrzeug freigegeben ist.


Fazit

Den Reifendruck immer vom Aufkleber in der Fahrertürsäule oder aus dem Bordmenü übernehmen, am kalten Reifen prüfen und im Winter nachjustieren. Die Räder gehören mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel auf 175 Nm angezogen und nach der ersten kurzen Strecke einmal nachgezogen. Mit diesen beiden Handgriffen fährst du sicherer und sparst Reifen und Reichweite.


FAQ

Welchen Reifendruck braucht mein Tesla Model 3 oder Model Y?

Den Wert vom Aufkleber in der Fahrertürsäule verwenden. Je nach Reifengröße liegt er meist zwischen rund 2,7 und 2,9 bar, gemessen am kalten Reifen.


Mit welchem Drehmoment ziehe ich die Räder an?

Tesla gibt für Model 3 und Model Y 175 Nm an. Über Kreuz anziehen und nach 80 bis 100 km nachkontrollieren.


Wie oft sollte ich den Reifendruck prüfen?

Etwa einmal im Monat und zusätzlich vor längeren Fahrten sowie nach einem größeren Temperatursturz.


Warum zeigt der Tesla nach dem Radwechsel eine Reifendruckwarnung?

Der zweite Radsatz braucht eigene Sensoren. Neuere Fahrzeuge lernen sie nach kurzer Fahrt automatisch an, bei älteren kann ein manuelles Anlernen nötig sein.


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